Als Katharina Dausch ein Mini-Verkehrsschild hochhält, dauert es nur einen kurzen Augenblick, bis die ersten Antworten kommen. „Stoppschild“, ruft ein Kind. „Anhalten“, ein anderes. Erst vor kurzem haben die Viertklässler einer Grundschule in Stuttgart ihre Prüfung für den Fahrradführerschein gemacht. Nun geht es noch einmal um Schilder, Regeln und Situationen, die ihnen auf dem Schulweg begegnen.
Nicht nur auswendig gelernt
Knapp zwanzig Kinder sitzen an diesem Morgen im Klassenzimmer. Vorne steht Katharina Dausch, Lehrerin und ehemalige Verkehrspolizistin, die als MobileKids-Expertin zu Gast ist. Sie fragt nicht einfach Wissen ab, sondern bezieht die Klasse immer wieder mit ein. Was bedeutet das rote Dreieck? Wie lange muss man an einem Stoppschild stehen bleiben? Und woran erkennt man, ob ein Fahrradhelm richtig sitzt?
Vieles kennen die Kinder schon. Im Gespräch mit Dausch geht es aber um mehr als das bloße Wiederholen von Regeln. Es geht darum, wie man sich im Straßenverkehr sicher bewegt.
Wie ein Helm richtig sitzt
Ein Junge zeigt an einem Fahrradhelm, den Dausch mitgebracht hat, woran man erkennt, dass er richtig sitzt: tief an der Stirn, fest am Kopf und mit geschlossenem Verschluss. Eine Schülerin berichtet von ihren Erfahrungen beim Fahrradtraining auf dem Verkehrsübungsplatz. So wird aus der Unterrichtseinheit kein trockener Regelblock, sondern ein Gespräch über etwas, das die Kinder jeden Tag betrifft.
„Verkehrssicherheit beginnt nicht erst in dem Moment, in dem ein Kind allein unterwegs ist“, sagt Dausch. „Sie beginnt viel früher, nämlich dann, wenn Kinder lernen, Situationen richtig einzuschätzen und aufmerksam zu bleiben.“ Genau darum geht es an diesem Vormittag. Die Kinder sollen nicht nur wissen, was ein Schild bedeutet. Sie sollen auch verstehen, warum es wichtig ist.
Mokis großer Auftritt
Zum Ende der Einheit verteilt Dausch noch eine kleine Belohnung. Die Kinder blättern sofort in den bunten Mokiheften, entdecken Rätsel und Ausmalbilder. Dazu gibt es für alle reflektierende Schlüsselbänder.
Nach der großen Pause folgt dann der Moment, auf den viele bereits gewartet haben. Dausch kündigt einen besonderen Gast an, geht kurz zur Tür und kommt mit Maskottchen Moki zurück. In den Händen trägt sie eine große Geburtstagstorte. Für einen kurzen Moment ist es still, dann wird gejubelt. Mehrfach rufen die Kinder den Namen des Maskottchens, einige winken, andere rücken näher an den Tisch, auf dem die Torte abgestellt wird.
Abschied mit Koffer
Zum Schluss steht noch ein Koffer bereit. Denn Moki soll weiterreisen. Sein Ziel: In vielen weiteren Ländern erleben, wie dort Verkehrserziehung umgesetzt wird und welche Aspekte wichtig sind. Die Kinder erfahren, dass nach dem Auftakt in Deutschland weitere Stationen folgen – darunter unter anderem Ungarn, die USA, China und Indien. Dort wird er ebenfalls Schulen und Kindergärten besuchen, an einem Volonteering-Programm und Sicherheitscamps teilnehmen. Moki geht mit dem Koffer Richtung Tür, und die Schülerinnen und Schüler verabschieden ihn. Gute Reise, Moki!
Seit 25 Jahren begleitet MobileKids Kinder und junge Menschen auf dem Weg zu sicherer und selbstständiger Mobilität im Straßenverkehr. Damit verbindet Mercedes-Benz seinen Anspruch an Sicherheit mit gesellschaftlicher Verantwortung für die nächste Generation.
Was einst mit lokalen Aktionen zur Verkehrssicherheit begann, ist heute ein internationales Bildungsprogramm. Schulbesuche, Erlebnisangebote, Unterrichtsmaterialien und digitale Formate haben MobileKids über viele Jahre geprägt und in zahlreichen Ländern sichtbar gemacht.
Zum Jubiläum geht MobileKids nun auf Weltreise. In den kommenden Monaten werden Aktivitäten aus verschiedenen Ländern vorgestellt und miteinander verbunden. Die erste Station liegt in Deutschland, danach folgen weitere Stopps unter anderem in Ungarn, Indien, China und den USA.