Noch zwei Tage bis zum ersten Schultag. Shuttlebusse bringen Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern von ausgewählten Schulen ins Zentrum von Atlanta. Ihr Ziel ist Halle C1 des Georgia World Congress Center. Dort beginnt um 9 Uhr der „Back to School Bash“ der Atlanta Public Schools.
Rucksäcke und Schulmaterialien werden ausgegeben, Gesundheitsangebote stehen bereit, Eltern können sich über schulische Förderung und Nachmittagsprogramme informieren. Während die Kinder spielen, lassen sich Fragen klären, die vor dem ersten Schultag noch offen sind. Alles Wichtige zum Schulstart ist hier in Atlanta unter einem Dach zu finden – und Moki ist auch dabei.
Nach dem „Moki-Fünfkampf“ auf einem ungarischen Schulhof bietet sich ihm in Atlanta eine neue Kulisse. Besonders ein Anblick bleibt dem MobileKids-Maskottchen, das anlässlich des 25. Geburtstags der Verkehrssicherheitsinitiative um die Welt reist, im Gedächtnis: ein großer gelber Schulbus und die vielen Kinder, die sich auf das neue Schuljahr freuen. „So einen riesigen Schulbus habe ich noch nie gesehen“, sagt Moki. Auch Cheerleader, Band und die Vorfreude der Kinder lassen, wie er sagt, sein „flauschiges Herz“ höherschlagen.
Doch zwischen Rucksäcken, Musik und Fotomomenten geht es auch um eine zentrale Frage: Was brauchen Kinder in welchem Alter, damit sie sicher unterwegs sein können? Die Sicherheitsstationen von Safe Kids Worldwide und Mercedes-Benz USA geben darauf altersgerechte Antworten.
Vom Rücksitz auf die eigenen Räder
Für die Jüngeren beginnt Verkehrssicherheit auf dem Rücksitz. An einer Station geht es um Sitzerhöhungen. Fachleute erklären, wie sie verwendet werden und woran Eltern erkennen können, ob der Sitz tatsächlich zum Kind passt. Bei weitergehenden Fragen verweisen sie an lokale Safe-Kids-Partner.
Mit wachsender Selbstständigkeit stellen sich andere Herausforderungen. Kinder bewegen sich zunehmend selbstständig durch ihre Nachbarschaft und müssen Verkehrssituationen eigenständig einschätzen. Auf einer begehbaren Straßenmatte üben sie deshalb das sichere Überqueren einer Fahrbahn. Aus einzelnen Regeln wird Schritt für Schritt eine Abfolge von Entscheidungen, die im richtigen Moment sitzen muss.
Bei Jugendlichen verschiebt sich der Blick noch einmal. Zwischen zwölf und 18 Jahren wächst der Bewegungsradius – und mit ihm das Interesse an Fahrrädern, E-Bikes und anderen Formen der Mikromobilität. An ihrer Station geht es um mögliche Risiken, Ablenkung sowie das Wissen, das junge Menschen benötigen, wenn sie zunehmend auf eigenen Rädern unterwegs sind.
Der gelbe Schulbus gehört in den USA für Millionen Kinder zum Schulalltag. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bezeichnet ihn als eines der sichersten Fahrzeuge auf der Straße. Verkehrssicherheitsarbeit reicht jedoch weit über den Schulbus hinaus. Schulen, Kommunen, gemeinnützige Organisationen, Verkehrsbehörden, Fachleute für Unfallprävention und die Polizei arbeiten häufig zusammen, um Kinder in unterschiedlichen Verkehrssituationen zu schützen. Zu den Schwerpunkten gehören Sitzerhöhungen, Fußgänger- und Fahrradsicherheit, sichere Schulwege Schulbusse, Mikromobilität und junge Verkehrsteilnehmende. Welche Maßnahmen zum Einsatz kommen, richtet sich nach lokalen Daten und den Bedingungen vor Ort.
Seit 2021 arbeiten Mercedes-Benz USA und Safe Kids Worldwide im Rahmen der Initiative „Driving Your Future“ gemeinsam daran, die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten zu verbessern. Bis heute wurden in Zusammenarbeit mit mehr als 400 lokalen Safe-Kids-Koalitionen durch Veranstaltungen im ganzen Land mehr als 95.000 Familien erreicht.
Mitmachen mit Wirkung
Mit jeder besuchten Station kommt ein weiterer Stempel in den Veranstaltungspass der Kinder. Zugleich setzen sich die Teilnehmenden spielerisch mit unterschiedlichen Sicherheitsthemen auseinander. Die Jugendlichen können außerdem in einer Befragung angeben, welche Sicherheits- und Bildungsthemen sie besonders interessieren. Moki hat Arbeitsblätter dabei, die Themen wie Fahrradsicherheit und Ablenkung im Straßenverkehr aufgreifen. Auch Moki wird zum Fotomotiv: Viele Kinder lassen sich mit ihm fotografieren und halten so eine Erinnerung an den Tag fest.
Auch die Reflektoren, die die Kinder mit nach Hause nehmen dürfen, sind mehr als ein Andenken an den Tag. Insgesamt stehen 6.000 reflektierende Schlüsselanhänger bereit, hinzu kommen Aufkleber und Sicherheitstipps. Am Rucksack oder an der Kleidung befestigt, sollen sie die angehenden Schüler in ihrem Alltag sichtbarer machen.
Viele Hände für den Schulstart
Etwa 8.000 Schülerinnen und Schüler sind für den „Back to School Bash“ registriert, Tausende Kinder und Angehörige kommen in das Kongresszentrum. Mehr als 500 Volunteers sind im Einsatz: Sie weisen den Weg, begleiten Angebote und helfen dabei, die große Halle für einige Stunden in eine zentrale Anlaufstelle für den Schulstart zu verwandeln.
Kerstin Strayer aus dem Marketing von Mercedes-Benz USA ist eine der Volunteers. „Ich habe erlebt, mit wie viel Begeisterung sich die Kinder und Familien auf das neue Schuljahr vorbereiten“, sagt sie. Für sie machte die Kombination aus der lebendigen Atmosphäre und den zahlreichen Sicherheitsangeboten ihren Einsatz besonders wertvoll.
Am Montag wird aus der Übung Alltag
Nach etwa vier Stunden endet der „Back to School Bash“. Zwei Tage später beginnt der Unterricht. Dann wird vieles von dem, was in Halle C1 besprochen und ausprobiert wurde, zum Alltag: der Weg zur Bushaltestelle, die Straße vor der Schule, der Sitz im Auto und die ersten Fahrten auf eigenen Rädern. Viele Kinder werden einen neuen Rucksack tragen und vielleicht einen Reflektor daran befestigen. Moki bleiben vor allem die vielen Kinder in Erinnerung, die an den Stationen neugierig und engagiert mitgemacht haben. Nun freut er sich auf die nächste Etappe seiner Weltreise.
Mit MobileKids verbindet Mercedes-Benz seinen Anspruch an Sicherheit mit gesellschaftlicher Verantwortung für die nächste Generation. Was einst mit lokalen Aktionen zur Verkehrssicherheit begann, ist heute ein internationales Programm für sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen – von Bildungsangeboten über Infrastrukturprojekte bis hin zur Stärkung von Verkehrssicherheit im gesellschaftlichen Kontext. Ziel ist es, Kinder altersgerecht auf ihre Rolle als Verkehrsteilnehmende vorzubereiten und Erwachsene dazu zu ermutigen, sichere Mobilität zu unterstützen. Schulbesuche, Erlebnisangebote, Unterrichtsmaterialien und digitale Formate haben MobileKids über viele Jahre geprägt und in zahlreichen Ländern sichtbar gemacht. Zum Jubiläum sind MobileKids und Moki aktuell auf Weltreise und machen die vielfältigen Aktivitäten weltweit erlebbar.