School material module 1: See and be seen

Along with hearing, seeing is a crucial basis for being safe on the roads. This module is intended to train children's visual perception.

Entwicklungspsychologische Grundlagen des kindlichen Verhaltens im Straßenverkehr

Verkehrserziehung muss auf den Entwicklungsstand der Kinder zugeschnitten sein.

  • Grundschulkinder haben eine geringere Konzentrationsfähigkeit, können ihre Aufmerksamkeit noch nicht wie Erwachsene „teilen“ und sich somit auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren. Dadurch können sie unwichtige Details nicht einfach „übersehen“, sondern widmen ihnen Aufmerksamkeit und sind auf diese Weise unter Umständen von verkehrsrelevanten Umwelteindrücken so abgelenkt, dass sie diese zu spät oder gar nicht wahrnehmen können.
  • Kinder sind als junge und unerfahrene Verkehrsteilnehmer auch nur bedingt in der Lage, die Absichten und das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer richtig zu interpretieren. Ihnen ist zum Beispiel nicht bewusst, dass die Sichtbedingungen für Fahrer und Fußgänger sehr unterschiedlich sein können. Beispielsweise, dass ein Auto fahrer Personen bei Dunkelheit und schlechter Witterung häufig erst dann erkennen kann, wenn das Scheinwerferlichtauf sie trifft. Oder, dass Personen mit dunkler Kleidung ein besonders hohes Risiko eingehen, von Autofahrern übersehen zu werden.
  • Grundschulkinder agieren laut dem Entwicklungspsychologen Jean Piaget überwiegend in der konkret-operationalen Phase. Aufgrund dieser kognitiven Entwicklungsstufe haben sie Probleme, das Symbol „Verkehrszeichen“ eindeutig mit einer konkreten Regel in Beziehung zu setzen. Darüber hinaus fehlt ihnen noch die Fähigkeit, es zu interpretieren und mit der ihm zugeschriebenen Bedeutung zu verknüpfen.

Sicheres Verhalten im Straßenverkehr

  • Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen, sie erkennen die Notwendigkeit, im Straßenverkehr aufmerksam zu sein.
  • Sie erwerben ein flexibles, situationsbezogenes Verhalten und die Fähigkeit zur Antizipation von Risiken im Straßenverkehr und zur Vermeidung von Gefahren. Sie verstehen, dass sie als Verkehrsteilnehmer stets sichtbar sein müssen und setzen dies durch die Wahl der entsprechenden Kleidungsstücke, Reflektoren etc. um.
  • Sie beteiligen sich am Straßenverkehr viel seitig und sicher. Sie deuten die für sie wichtigsten Verkehrszeichen richtig. Selbstständige Mobilität: Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich zunehmend selbstständig zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit Freizeitgeräten wie Tretrollern am Verkehr. Sie erwerben Kompetenzen für eine verantwortungsvolle Teilnahme am motorisierten Verkehr, indem sie die Notwendigkeit erkennen, gesehen zu werden und ein Regelverständnis aufzubauen.