School material module 3: Riding your bike

The traffic environment is not focused on the needs of cycling children. Motorists don't always anticipate the presence of children and can easily overlook them. In addition, children are often not up to the challenges of flowing traffic. The module is intended to equip children with the skills they need to ride their bikes on the road. (only available in German)

Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren verletzen sich beim Radfahren besonders häufig, wenn sie allein unterwegs sind, mit anderen Radfahrern in Kollision geraten oder abseits von Fahrbahn- und Gehwegflächen fahren. Kinder sind vor allem nachmittags gefährdet und die Unfälle passieren meist in unmittelbarer Nähe zur Wohnung der Eltern. Der Berufsverkehr nimmt dann zu, während mehr Kinder mit ihren Fahrrädern unterwegs sind.

Die Verkehrstauglichkeit des Fahrrads ist eine wesentliche Voraussetzung zur Sicherheit im Straßenverkehr. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder lernen, für die Sicherheit des Fahrrads und dessen Überprüfung die Verantwortung zu übernehmen. Dazu müssen sie die einzelnen Bestandteile des Fahrrads kennen. Zur Verkehrssicherheit gehört nicht nur die technische Ausrüstung, sondern auch der Schutz des eigenen Körpers. Beim Fahrradfahren spielt der Helm eine wichtige Rolle.

Das Modul 3 auf einen Blick

  • Modul 3 richtet sich überwiegend an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 und 4. Vor allem von Baustein 1 und Umsetzungsidee 2.1 können aber auch jüngere Kinder profitieren.
  • Grundvoraussetzungen einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr als Radfahrer bzw. Radfahrerin sind ein verkehrssicheres Fahrrad und das Tragen eines Helms. Bevor die Schülerinnen und Schüler die relevanten Verkehrsregeln anwenden, werden sie in diesem Modul durch Motorikübungen und praktisches Radtraining fit für den Straßenverkehr gemacht.
  • Das Modul ersetzt nicht die an der Schule stattfindende Fahrradprüfung. Es soll einen wichtigen Beitrag leisten, die Kinder darauf und auf das Fahren im Straßenverkehr vorzubereiten.
  • Die thematischen Bausteine decken daher unterschiedliche didaktische Ziele ab, die die Schülerinnen und Schüler zu einer sicheren und selbstständigen Mobilität als Radfahrer führen.

Entwicklungspsychologische Grundlagen

Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler als Fußgänger gesammelt haben, sind nicht direkt auf das Zweirad übertragbar. Das Fahrrad ist wesentlich schneller und verlangt andere Reaktionen. Kinder sind jedoch nicht in der Lage, Mehrfachanforderungen im Straßenverkehr zu meistern. Sie haben Schwierigkeiten zu erkennen, aus welcher Richtung Geräusche kommen. Viele für das Radfahren im Straßenverkehr not wendige Fähigkeiten entwickeln Kinder im Durchschnitt erst mit 8 Jahren:

  • Sie beginnen, ihr Gehör im Verkehr systematisch zu nutzen und verlassen sich nicht mehr nur auf das, was sie sehen.
  • Sie können in eine andere Richtung als nur in die Fahrtrichtung blicken (Umschaublick).
  • Sie sind in der Lage, eine mögliche Gefahr zu erkennen, ehe es wirklich brenzlig wird.
  • Mit 9 Jahren nimmt die Fähigkeit, einhändig zu fahren, stark zu.

Die Frage, ab wann ein Kind mit dem Rad zur Schule fahren darf, ist schwer zu beantworten und hängt ganz wesentlich vom individuellen Schulweg ab. Aus verkehrspädagogischer und entwicklungspsychologischer Sicht ist eine kritische und sehr vorsichtige Prüfung des Weges ratsam. Im Zweifelsfall soll man sich dagegen entscheiden, das Kind mit dem Rad fahren zu lassen.

Sicheres Verhalten im Straßenverkehr

  • Die Schülerinnen und Schüler verhalten sich als Radfahrer umsichtig und sicherheits- und gefahrenbewusst.
  • Sie erwerben Regelwissen, das sind verkehrs spezifische und verkehrsrechtliche Kenntnisse. Sie sind befähigt, die für Radfahrer wichtigen Verkehrszeichen zu erkennen, richtig zu deuten und in der Praxis anzuwenden.
  • Sie erweitern ihre motorischen Fertigkeiten auf dem Fahrrad.
  • Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen als Radfahrer und bauen ein flexibles, situationsbezogenes Verhalten aus.
  • Sie können bestimmte Risiken im Straßenverkehr voraussehen und sind dadurch in der Lage, Gefahren zu vermeiden.